TENS / EMS
Guten Tag und herzlich willkommen auf unseren Informationsseiten!
Sie haben bestimmt schon öfters die Bezeichnung "TENS"
im Zusammenhang mit der medikamentfreien Behandlung von Schmerzen gehört und "EMS" in Verbindung
mit Muskelaufbau oder Sporttraining. Wenn Sie wissen möchten, was genau sich hinter den beiden Kürzeln
verbirgt, wie die beiden Behandlungsmethoden funktionieren, ob sich der Einsatz für Sie lohnt und was
dabei zu beachten ist, sind Sie hier an der richtigen Stelle. Wir haben uns bemüht, das recht komplexe,
dafür aber hoch interessante Thema für Sie möglichst verständlich aufzubereiten.
Zunächst jedoch: Was bedeuten die beiden Kürzel TENS
und EMS?
Transkutane Elektrische Nervenstimulation = TENS
(transkutan = durch die Haut hindurch)
Elektrische Muskelstimulation = EMS
Durch die Haut hindurch, dann auch noch
im Zusammenhang mit Elektrizität, - das klingt zunächst einmal eher beunruhigend und schmerzhaft statt
angenehm. Aber wir sind uns ziemlich sicher, Ihre durchaus verständlichen Bedenken sofort zerstreuen
zu können:
Denn die Geräte, die für TENS und EMS eingesetzt werden, sind vom Prinzip her kaum etwas anderes als
Tongeneratoren, also elektronische Tonerzeuger. Statt eines Lautsprechers werden allerdings elektrisch
leitfähige Elektroden auf die Haut gedrückt oder geklebt zur Übertragung der "Ton-Impulse". Entsprechend
sind mit "höheren Frequenzen" die höheren Töne gemeint. Die niedrigeren Frequenzen entsprechend den
tiefen Tönen. Die verursachten Empfindungen unterhalb der Elektroden, im Gewebe oder im Muskel, sind
der Tonhöhe angemessen: Hohe Töne verursachen ein schnelles Zucken oder Kribbeln, tiefe Töne ein intensives,
langsames Zucken oder auch sattes Klopfen. Die hohen Frequenzen (mit den hohen Tönen also) finden bei
der TENS-Behandlung Anwendung, die sich auf die Linderung von Schmerzen konzentriert. Die mittleren
bis tiefen Frequenzen finden in der EMS zum Aufbau und zur Regeneration von einzelnen Muskelgruppen
Einsatz.
Die Geschichte von TENS/EMS
Verschiedene Stellen wollen von einem
römischen Geschichtsschreiber wissen, der von der Anwendung der Elektrizität zur Schmerzlinderung bereits
im alten Ägypten berichtete. Demnach soll sich der von Schmerzen gepeinigte Mensch im seichten Meerwasser
einen Zitterrochen gesucht haben, auf den er sich so lange mit beiden Füßen stellen mußte, bis er ein
Taubheitsgefühl in Fuß und Bein bekam und somit die Schmerzen gelindert waren.
Obschon die Vorstellung eines zappeligen und Elektroschläge austeilenden Zitterrochens unter den Füßen
durchaus erheiternd wirkt und trotzdem kaum zur Nachahmung einlädt, entspricht sie zumindest dem noch
heute angewandten Prinzip, eine elektrische Quelle zur Behandlung von Schmerzen einzusetzen.
Die technische Revolution Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte die Schmerzbehandlung durch elektrischen
Strom wieder, der zur Leitungsblockade der Schmerzbahn eingesetzt wurde, um das Schmerzempfinden bei
chirurgischen Eingriffen auszuschalten. Durch die Entdeckung und Weiterentwicklung gasförmiger Narkosemittel
verlor die Methode an Bedeutung.
Erst in den 60er Jahren wurde das Interesse
für die Schmerztherapie erneut geweckt, was hauptsächlich den beiden Wissenschaftlern Ronald Melzac
und Patrick D. Wal zu verdanken war. Sie haben 1965 die "Gate-Control-Theory" des Schmerzes entwickelt
und veröffentlicht. Diese nimmt "Schmerz-Tore" an, die unter bestimmten Umständen ein Schmerzempfinden
zum Gehirn weiterleiten, aber auch blockieren können. Diese Gate-Control-Theorie ist hochinteressant,
aber auch etwas anspruchsvoller. Deshalb haben wir ihr ein eigenes Kapitel gewidmet:
GATE-CONTROL-THEORY
Nahmen in den 70er Jahren die in Arztpraxen
betriebenen TENS-Geräte noch die Größe von Schrankkoffern an (sie wurden übrigens zugleich auch zur
elektrischen Ausmerzung von Warzen eingesetzt), war die Mikroelektronik in der Entwicklung schon bald
soweit fortgeschritten, daß es möglich war, Steuergeräte in handlicher Größe herzustellen. Von den
USA aus verbreitete sich das Verfahren innerhalb der letzten 20 bis 25 Jahre über Skandinavien nach
Deutschland, womit wir schon fast beim heutigen Stand wären.
Jedoch erst durch die Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 1987
wurde die Verbreitung von TENS/EMS in Deutschland deutlich vorangetrieben. Heute wird TENS/EMS in fast
allen schmerztherapeutischen Institutionen angewandt und findet auch problemlos zu Hause Anwendung
weiter mit
Was ist transkutane elektrische Nervenstimulation
oder
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Verträglichkeit und Vorteile einer
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Probleme, die bei einer Nervenstimulation
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TENS im Internet - eine unvollständige Liste
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